am 05-03-2011 08:41 AM
Hallo zusammen,
ich habe hier einen R61 (8932), der seit gestern merkwürdige Sachen macht. Ich war kurz aus dem Raum, komme zurück und der Bildschirm ist dunkel. Gerät ließ sich nicht reaktivieren, also 5s I/O gedrückt und neu gestartet. Lief soweit alles, aber nach ca. 5 Mintuen in XP bootet der Laptop plötzlich neu durch.
Dann wieder gebootet und jetzt komme ich in der Regel nicht mal mehr bis zum BIOS durch. Wenn man ihn eine Weile stehen lässt, kann man manchmal neu starten, oft bleibt aber der Bildschirm komplett dunkel und nach dem kurzen Klacken des DVD-Laufwerks passiert nichts mehr. Akku schon mal komplett rausgenommen und mal nur mit Netzteil laufen lassen, dann nur mit Akku - ohne Änderung.
Wenn ich einen Tipp abgeben müsste, würde ich auf Netzteil/Mainboard tippen, was dann wohl Totalschaden bedeutet.
Daher meine Frage:
Kennt jemand die Problematik? Wohin kann ich mich zwecks Diagnose/Reparatur wenden? Gerät ist 2,75 Jahre alt und hat mal 750 EUR gekostet... :-(
Danke und Gruß,
Christian
Gelöst! Gehe zu Lösung.
05-03-2011 08:45 AM - bearbeitet 05-03-2011 08:45 AM
Hallo kriz99, Willkommen im Lenovo Forum!
Ein Frage ins blaue ist dort eine Nvidia Grafikkarte verbaut?
Sonst mal den RAM ausbauen und einzeln testen.
VG
Andreas
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TIP: If your computer runs satisfactorily now, it may not be necessary to update the system.
am 05-03-2011 02:19 PM
Hallo zurück,
nein - Intel GMA X3100, keine Nvidia. Habe den Speicher mal ausgebaut (leider nur 1x drin), kommt das obligatorische Piepen. In guten Momenten bootet er auch mal von CD, da lief der Speichertest durch.
Dann wieder ausgeschaltet und wieder eingeschaltet - kein Bild, keine Bewegung an der HDD-LED. Im vierten Versuch dann booten bis zur Windows-Ameldung, Bild bricht weg, Rechner bootet - bleibt vor der "Thinkpad"-Anzeige schon stehen und bringt wieder kein Bild.
05-04-2011 08:25 AM - bearbeitet 05-10-2011 04:38 PM
Starte den Rechner mal bei ausgebautem Akku. Bei einigen Modellreihen kann ein defekter Akku derartige Probleme bereiten.
Wieviel Wasser, Bier, Cola etc. hat der Rechner in der Vergangeheit abbekommen?
am 05-10-2011 11:17 AM
Sorry für die späte Rückmeldung. Ich habe ausführlichst getestet und - es ist wohl doch der Akku. Vielen Dank für den Tipp.
Besser ein neuer Akku, als ein neuer Laptop. Aber nach nicht mal 3 Jahren so ein Komplettausfall?
Ist das normal oder sollte ich grundsätzlich meine "Strompraxis" überdenken? Das Gerät ist nämlich so gut wie immer im Büro am Netzteil, eigentlich nie im Batteriebetrieb. Einen neuen Akku werde ich trotzdem kaufen, aber grundsätzlich gefragt - sollte ich meine Gewohnheit überdenken und den Akku besser in den Schrank legen, damit der nicht ständig lädt? Bzw. - sollte der Laptop so was nicht abfangen können?
Danke und Gruß,
Christian
05-10-2011 04:37 PM - bearbeitet 05-11-2011 07:59 AM
Freut mich, dass es wirklich nur der Akku ist. Deren Qualität hat in den vergangenen Modelljahren erheblich nachgelassen. Zu allem Unglück kommt noch dazu, dass der Energiemanager immer lästige Meldungen aufpoppt, wenn man aus Kostengründen oder fehlender Lieferbarkeit einen Nachbauakku verwendet. Auch ist in jüngerer Zeit die Werbung für neue Akkus aggressiver geworden. Wenn man dann einen braucht, hat Lenovo sie aus dem Sortiment gestrichen.
Fast mutet es einen an, dass da eine gewisse Absicht dahinterliegt, wie vor einigen Jahren bei der ersten iPod-Generation, deren Akkus so produziert waren, dass sie die einjährige Garantie gerade so überlebten. Erst eine Sammelklage konnte damals Apple zur Raison bringen.
Die Akkus aus den Baureihen vor T60/R60 halten ohne Probleme 200 und mehr Ladezyklen aus, sehr oft machen die Akkus der neuen Modelle schon nach weniger als 50 Ladezyklen schlapp - seltsamerweise aber erst nach gut einem Jahr...
Das Lagern des Akkus außerhalb des Rechners wird dennoch nicht viel nützen, der Alterungsprozess nagt trotzdem am Akku. Vergisst man dann, spätestens nach 9 Monaten nach dem Akku zu schauen, kann er schnell tief entladen werden und ist dann auch kaputt.
Baue den neuen Akku ein, starte den Energiemanager, gehe auf die Registerkarte "Akku" und den Schalter "Akkuwartung".
Wähle dort "Angepasst", ändere den linken Wert z.B. auf "90%" oder niedriger und danach den rechten auf "98%"
Nach Anklichen von "OK" und Schließen des Energiemanagers den Laptop "herunterfahren" dass er ausschaltet. Erst beim Ausschalten werden die Ladeschwellen in den Akkuchip geschrieben. Sollte es nicht auf Anhieb klappen, die Ladeschwellen noch einmal ändern und das herunterfahren wiederholen.
Der oben geschriebene Verdacht beruht ausschließlich auf eigene Feststellungen bezüglich der Akku-Lebensdauer der von mir betreuten R51/52 X61(s) und T60/61, sowie der Häufigkeit an Beiträgen zu diesem Problem im Thinkpad-Forum. Zu den Akkus der T4*/R5* - Baureihe hört man keine Klagen, dass einer nach zwei Jahren oder weniger defekt ist. - Wohlgemerkt, ich rede hier von Original-Akkus.
In meinem persönlichem Besitz befinden sich ca. 40 Thinkpads. Die ältesten mit NiMH-Akkus haben gut und gerne 9 Jahre und mehr auf dem Buckel. Deren Akkus (Thinkpad 380, 760, A20* etc.) sind überwiegend in einem besserem Zustand, als ein T6*-Akku nach 1-2 Jahren.
am 05-13-2011 10:51 AM
Tja, danke für die Tipps. Eigentlich hatte ich das Thema schon abgehakt, da traten die Probleme heute wieder auf.
Blöder Mist! Neuer Akku hat scheinbar nichts gebracht.
Dann werde ich den Laptop wohl nur noch mit Netzteil betreiben, steht ja eh nur auf dem Schreibtisch rum. :-(
am 05-13-2011 11:58 AM
Dann achte mal darauf, ob das Problem wirklich nur mit eingebautem Akku auftritt.
05-14-2011 03:20 PM - bearbeitet 05-14-2011 03:24 PM
@Mornsgrans: Das ist sehr interessant, denn es entspricht meinen eigenen Verdächtigungen. Habe vor ein paar Wochen ein gebraucht erworbenes T61 mit der Standardinstallation von der Service-Partition neu installiert. Das so frisch aufgespielte Vista war noch etwas älter und musste noch mit den zwischenzeitlich herausgekommenen Service Packs und neueren Versionen der Lenovo-Tools ausgerüstet werden.
Dabei ist mir aufgefallen, dass der Akkuzustand vom alten Energiemanager noch als "Befriedigend" (in gelb) eingestuft wurde, während der später auf die aktuell gültige Version aktualisierte ihn dagegen als "Schlecht" (in rot) einstufte. Ohne das wertende Adjektiv "agressiv" verwenden zu wollen, fiel mir im Zusammenhang damit sehr deutlich auf, wie intensiv die Werbung für den Erwerb neuer Lenovo-Akkus sich dem besorgten Thinkpad-Installateur schier aufzudrängen scheint. Nach einer Rekalibrierung wird der besagte Akku trotz verminderter Restkapazität übrigens wieder als "Gut" (in grün) eingestuft.
Ein Schelm, wer hier Zusamenhänge zu sehen glaubt, nur weil er durch seine Sensibilisierung und sein vielfältiges Vorwissen um "geplante Obsoleszenz" unwiederbringlich vorgeschädigt ist...
am 05-14-2011 03:43 PM
rumbero schrieb:Ein Schelm, wer hier Zusamenhänge zu sehen glaubt, nur weil er durch seine Sensibilisierung und sein vielfältiges Vorwissen um "geplante Obsoleszenz" unwiederbringlich vorgeschädigt ist...
Ich sehe, Du hast auch den Beitrag in ARTE gesehen.Ja, vor diesem Hintergrund habe ich das Gefühl, dass entweder Lenovo und/oder die Akkuhersteller die Akkus künstlich "altern" lassen.