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Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-02-17, 22:31 PM

Auf der CES 2016 hat Lenovo das Yoga 900S vorgestellt, nach eigenen Angaben das "flachste Convertible-Notebook der Welt".

Im Unterschied zum "großen Bruder" Yoga 900 setzt es nicht auf Core i?-6???U-Prozessoren mit einer Thermal Design Power (TDP) von 15 W. Vielmehr nutzt es ähnlich wie bereits das Yoga 3 Pro Core M-Prozessoren mit einer TDP von 4,5 W. Während das Yoga 3 Pro hingegen noch auf die Broadwell-Generation setzte, kommen hier die brandneuen und weiter verbesserten Core M-Prozessoren der Skylake-Generation zum Einsatz. Weitere Neuerungen sind die Unterstützung von NVMe-SSDs und die Unterstützung von Wacom AES-basierten Stiften für handschriftliche Eingaben, Zeichnungen o.ä.

 

Vor einigen Wochen hat mir Lenovo angeboten, das Yoga 900S auf Herz und Nieren testen zu dürfen. Dieses Angebot konnte ich natürlich nicht abschlagen und so erwartete ich gespannt den Tag, an dem der UPS-Bote endlich an der Tür klingelte. Bisher habe ich ausschließlich ThinkPads genutzt (ein ThinkPad T440 als Hauptgerät und für rechenintensivere Aufgaben und ein X200 Tablet für unterwegs und für Vorlesungsmitschriebe mit OneNote), seit etwa zwei Wochen habe ich beide Geräte allerdings vorläufig in einen Schrank verbannt und durch das Yoga 900S ersetzt. In diesen zwei Wochen habe ich bereits einige Erfahrung mit dem Gerät gesammelt, weshalb es Zeit für eine erste Zwischenbilanz ist. Der vollständige Testbericht wird allerdings noch etwas auf sich warten lassen, da ich unter anderem noch einige Messungen und Benchmarks durchführen muss.

 

Spezifikationen

  • Core m7-6Y75 (zwei Kerne; vier Threads; 4 MB Cache; 1,2 GHz Basistakt; 3,1 GHz maximaler Turbo-Takt)
  • Windows 10 Pro
  • Intel HD Graphics 515
  • 8 GB RAM (LPDDR3)
  • 512 GB SSD (Samsung PM951, M.2 2280, PCIe 3.0 x4, NVMe)
  • 53 Wh-Akku
  • 12,5" 1920x1080-IPS-Display, Touchscreen, Unterstützung für Wacom AES-basierte Stifte
  • 305 x 208 x 12,8 mm
  • ab 999 g
  • WLAN 802.11ac
  • Bluetooth 4.0

Lieferumfang

Der Lieferumfang kann getrost als spärlich bezeichnet werden. In der wirklich hübschen Schachtel befinden sich neben dem Yoga 900S lediglich ein Netzteil, ein abnehmbares Kabel vom Netzteil zum Gerät und der übliche Papierkram in Form von Bedienungsanleitung, Quick Start Quide etc. Obwohl die Unterstützung von Wacom AES-basierten Stiften auf der Lenovo-Webseite explizit hervorgehoben wird, befand sich bei meinem Gerät kein Stift im Lieferumfang, weshalb ich diesen nachkaufen musste. Schön hätte ich es bei einem Gerät dieser Preisklasse außerdem gefunden, wenn Adapter von USB Typ C auf HDMI und VGA im Lieferumfang enthalten gewesen wären.

 

Gehäuse

Das Yoga 900S hat zwar mit nur 12,8 mm eine recht geringe Dicke und ist nur etwa 1 kg schwer, macht aber dennoch einen wirklich robusten und hochwertigen Eindruck. Die Base Unit ist recht verwindungssteif und lässt sich ebenso wie der Deckel kaum eindrücken.

Sowohl die kunstlederähnliche Oberfläche der Handballenauflage als auch die metallisch wirkenden Oberflächen von Deckel und Base Unit fühlen sich gut an und sind für Schmutz und Fingerabdrücke wenig empfindlich.

Der Deckel lässt sich hingegen für meinen Geschmack etwas zu leicht verwinden, wobei es im rechten oberen Bereich sogar zu minimalen Bildstörungen kommen kann. Das Watchband-Scharnier sieht großartig aus und hält den Bildschirm sicher in Position, zum Öffnen des Geräts werden allerdings zwei Hände benötigt. Hinzu kommt, dass das Display bei Nutzung des Touchscreens im Laptop- oder Stand-Modus dennoch minimal nachwippen kann. Nach Lösen einiger Torx-Schrauben auf der Unterseite kann die Bodenklappe abgenommen werden, mangels eines passenden Schraubendrehers habe ich das jedoch bislang nicht versucht.

 

Anschlüsse

Wie es von einem derart dünnen und kompakten Gerät nicht anders zu erwarten war, hält sich die Anzahl der Anschlüsse des Yoga 900S stark in Grenzen, die Anschlussausstattung ist aber im Vergleich zu Geräten wie dem MacBook, welches nur einen einzigen USB Typ C-Anschluss besitzt, deutlich praxistauglicher.

Auf der linken Seite befindet sich der bereits von Geräten wie dem Yoga 3 Pro, dem Yoga 900 oder dem Miix 700 bekannte proprietäre DC-in-Port, der bei nicht angeschlossenem Netzteil auch als USB 2.0 Typ A-Anschluss verwendet werden kann. Eine Nase am Stecker des Netzkabels verhindert dabei, dass man das Kabel in einen normalen USB Typ A-Anschluss einstecken kann.

An sich ist das eine pfiffige Lösung, ich hätte mir aber gewünscht, dass Lenovo hier nicht auf eine proprietäre Lösung, sondern vielmehr auf einen USB Typ C-Anschluss mit Unterstützung von USB Power Delivery setzt. Das würde es beispielsweise auch ermöglichen, eine USB Typ C-Dockingstation zu verwenden, über die das Gerät gleichzeitig aufgeladen werden kann.

Rechts neben dem DC-in-Port befindet sich eine LED, die über den Akkustatus Auskunft gibt. Rechts daneben befindet sich ein USB Typ C-Anschluss, über den dank DisplayPort Alternate Mode-Unterstützung auch externe Displays angeschlossen werden können. Meine Erfahrungen mit verschiedenen USB Typ C-Adaptern werde ich noch in einem separaten Beitrag veröffentlichen. Den Angaben von Lenovo zufolge unterstützt der USB Typ C-Port des Yoga 900S ähnlich wie der USB Typ C-Anschluss des MacBook (12") nur USB 3.1 Gen1 (maximal 5 Gbit/s), während andere Notebooks und Tablets teilweise bis zu 10 (USB 3.1 Gen2) oder 40 Gbit/s (Thunderbolt 3) über USB Typ C übertragen können. Etwas versteckt (und nur mit der Spitze einer Büroklammer o.ä. zu betätigen) findet sich auf der linken Seite des Geräts zudem noch die sogenannte Novo-Taste, über die das OneKey Recovery System, das UEFI oder das Bootmenü aufgerufen werden kann.

Auf der Vorderseite des Geräts finden sich ebenso wie auf der Rückseite, die komplett vom Watchband-Scharnier eingenommen wird, keine Anschlüsse. Auf der rechten Seite des Geräts befinden sich der Ein-/Ausschalter, die 3,5mm-Audiobuchse sowie ein USB 3.0 Typ A-Anschluss. Im Ein-/Ausschalter befindet sich zudem eine LED, die Auskunft darüber gibt, ob das Gerät an- oder ausgeschaltet ist oder sich im Standby-Modus befindet. Leider gibt es keine Hardwaretasten zur Lautstärkeregelung, was im Tablet-Modus recht unpraktisch ist.

 

Tastatur

YOGA 900S in Gold_Keyboard.jpg

Ähnlich wie bereits im Yoga 900 verbaut Lenovo im Yoga 900S eine 6-reihige Chiclet-Tastatur, während das Yoga 3 Pro noch mit 5 Tastenreihen auskommen musste. Standardmäßig haben die Tasten der obersten Reihe verschiedene Sonderfunktionen, die Tasten F1-F12 sind also nur in Kombination mit der Fn-Taste erreichbar. Glücklicherweise lässt sich das allerdings im UEFI oder über die Lenovo Settings-App umstellen:

Yoga 900S Lenovo Settings Tastenbelegung.jpg

Einige der Sonderfunktionen halte ich allerdings für weniger sinnvoll. Die Sonderfunktion der Taste "F4" bewirkt zum Beispiel, dass das aktuelle Fenster geschlossen wird, diese Funktion ist allerdings redundant, da sie normalerweise über Alt+F4 beziehungsweise Alt+Fn+F4 erreicht werden kann. Auch die Sonderfunktion der Taste "F5" ("Aktualisieren") ist redundant, da sie ohnehin über F5 beziehungsweise Fn+F5 erreicht werden kann. Viel praktischer hätte ich es gefunden, wenn es Sonderfunktionen zur Mediensteuerung (Play/Pause, vorheriger Track, nächster Track) gegeben hätte.

Die Tastatur ist mit einer zweistufigen Beleuchtung ausgestattet. Mit der Tastenkombination "Fn+Leertaste" kann zwischen "aktiv", "gedimmt" und "aus" umgeschaltet werden. Einige Tasten scheinen leider etwas ungleichmäßig beleuchtet zu werden, insgesamt ist die Beleuchtung aber in dunklen Umgebungen ein hilfreiches Feature.

Bei der goldenen Variante des Yoga 900S sind auch die Tasten golden, weshalb der Kontrast zwischen der Beschriftung der Tasten und der Oberfläche der Tasten selbst abhängig von Umgebungslicht und Betrachtungswinkel teilweise recht gering sein kann Bei den Buchstabentasten ist das für mich zwar kein größeres Problem, da ich blind tippe, bei den diversen Sondertasten empfinde ich das aber als störend.

Leider ist die Tastatur des Yoga 900S aus meiner Sicht allgemein sehr gewöhnungsbedürftig. Mag sein, dass ich von meinem ThinkPad T440 mit der exzellenten Lite-On-Tastatur einfach nur verwöhnt bin, aber sowohl der sehr geringe Hub als auch das ungewöhnliche Layout haben dazu geführt, dass ich mich gerade anfangs sehr oft vertippt habe. Die Platzierung des Cursorblocks ist aus meiner Sicht sehr unglücklich, da sich die "Pfeil nach oben"-Taste direkt links neben der rechten Shift-Taste befindet. Auch die Tatsache, dass Pos1, Ende, Bild auf und Bild ab nur in Verbindung mit der Fn-Taste erreicht werden können, empfinde ich im Vergleich zur Tastatur meines ThinkPad T440 als störend.

Aus meiner Sicht hat sich Lenovo hier keinen großen Gefallen getan. Das Yoga 900S mag vielleicht das flachste Convertible der Welt sein, das geht allerdings deutlich zu Lasten der Tastatur. Mit einem wenige Millimeter dickeren Gerät hätte ich absolut kein Problem gehabt, wenn dafür eine Tastatur mit vernünftigem Hub und brauchbarem Layout verbaut wäre. Für kurze E-Mails oder ähnliches mag die Tastatur ausreichend sein, wer längere Texte schreiben möchte, sollte aber entweder eine vernünftige externe Tastatur anschließen oder sich gleich nach einem anderen Gerät umsehen. Übrigens ist das auch der Grund, weshalb große Teile dieser "Zwischenbilanz" nicht auf dem Yoga 900S, sondern vielmehr auf dem ThinkPad T440 geschrieben wurden - die Tastatur des mehr als 8mm dickeren ThinkPads ist einfach um Welten besser.

 

 

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Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-02-17, 22:33 PM

Touchpad

Das Touchpad des Yoga 900S ist mit etwa 90x60mm ausreichend groß dimensioniert. Dadurch, dass das Touchpad mittig zum Gerät platziert ist, ist es zur Leertaste etwas rechts versetzt. Gerade wenn man mit 10 Fingern schreibt und die Hände entsprechend platziert hat, ist das anfangs recht irritierend, da die rechte Hand teilweise auf dem Touchpad aufliegt, während die linke Hand nicht auf dem Touchpad aufliegt. Die Handflächenerkennung funktioniert jedoch tadellos, sodass es nicht zu Fehleingaben kommt. Allgemein macht das Touchpad einen sehr guten Eindruck: die Gleiteigenschaften sind sehr gut, Eingaben werden verzögerungsfrei und präzise umgesetzt und Multitouchgesten funktionieren sehr gut. Standardmäßig ist es jedoch nicht möglich, durch Tippen mit zwei Fingern einen Rechtsklick auszulösen, dazu muss zunächst ein Registry-Wert modifiziert werden. Ich würde mir wünschen, dass Lenovo dieses Feature mit einem zukünftigen Treiberupdate von Haus aus anbietet.

 

Display

Das Yoga 900S ist mit zwei verschiedenen Displays erhältlich. Die "Einstiegsoption" stellt ein 1920x1080-Display dar, optional ist das Gerät jedoch auch mit einem 2560x1440-Display erhältlich, womit man auf eine Pixeldichte von etwa 176 beziehungsweise etwa 235 ppi kommt.

 

Ähnlich wie der "große Bruder" Yoga 900 besitzt auch das Yoga 900S ein 16:9-Display. Für die Nutzung im Tablet-Modus im Hochformat ist dieses Seitenverhältnis leider gerade für das Lesen von Dokumenten oder das handschriftliche Mitschreiben in OneNote alles andere als ideal. Zum Vergleich: Ein DIN A4-Blatt hat ein Seitenverhältnis von 1:√2. Ein Display mit einem solchen Seitenverhältnis würde bei 12,5" Diagonale im Hochformat eine Höhe von 25,9 cm und eine Breite von 18,3 cm bieten, während das 16:9-Display des Yoga 900S mit 27,7 cm zwar etwas mehr Höhe, aber mit 15,6 cm deutlich weniger Breite bietet. Sollte es nicht möglich sein, ein Display mit einem Seitenverhältnis von 1:√2 zu verbauen, wäre aus meiner Sicht ein 3:2-Display, wie es beispielsweise beim Microsoft Surface Pro 4, beim Lenovo Miix 700 oder beim Lenovo ThinkPad X1 Tablet verbaut wird, die beste Alternative.

YOGA 900S in Gold_Using Outlook in Tablet Mode.jpg

Erschwerend kommt beim Yoga 900S hinzu, dass unter dem Display durch die aus meiner Sicht recht unnötige kapazitive Windows-Taste sehr viel Platz verschwendet wird. Es sollte eigentlich ohne Probleme möglich sein, bei identischen Gehäuseabmessungen ein 16:10-Display oder sogar ein 3:2-Display unterzubringen.

 

Mein Exemplar ist mit einem 1920x1080-Display ausgestattet. Standardmäßig ist zwar eine Skalierung von 125% voreingestellt, ich verwende das Gerät aber bei 100%, da so schlichtweg mehr Platz zur Verfügung steht. Auf den üblichen Betrachtungsabständen habe ich damit absolut keine Probleme, abhängig von der individuellen Sehstärke dürfte das aber natürlich unterschiedlich aussehen.

 

Beim Display handelt es sich um ein AU Optronics B125HAN02.2, das auf der AHVA-Technologie basiert und eine Helligkeit von 300 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 700:1 haben soll. Mit dem AU Optronics B140HAN01.2, das ich in meinem ThinkPad T440 verbaut habe, habe ich sehr positive Erfahrungen gemacht. Meine Erwartungen an das Display des Yoga 900S waren daher recht hoch. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: ich wurde leider in fast allen Belangen enttäuscht.

Bereits bei der Helligkeit erwartet uns eine kleine Enttäuschung: in der Bildmitte erreicht das Display bei der höchsten Helligkeitsstufe lediglich etwa 274 cd/m², was noch unter den versprochenen 300 cd/m² liegt. Für das Arbeiten im Freien ist das "dank" des spiegelnden Displays gerade an sonnigen Tagen deutlich zu wenig. Auch in Innenräumen ist es aber - gerade, wenn das Gerät im Tablet-Modus auf einem Tisch liegt - teilweise erforderlich, die Helligkeit voll aufzudrehen, um gegen störende Reflektionen von Deckenleuchten o.ä. anzukommen. Wünschenswert wäre es gerade für sonnigere Tage gewesen, ein Display mit einer maximalen Helligkeit von 400 cd/m² (oder mehr) zu verbauen.

Helligkeitsstufe

Helligkeit

Schwarzwert

Kontrast

0/10

2,65 cd/m²

0 cd/m²

-

1/10

8,64 cd/m²

0,0013 cd/m²

6723:1

2/10

14,38 cd/m²

0,0068 cd/m²

2129:1

3/10

22,37 cd/m²

0,0436 cd/m²

513:1

4/10

35,65 cd/m²

0,0545 cd/m²

654:1

5/10

48,87 cd/m²

0,0716 cd/m²

683:1

6/10

72,50 cd/m²

0,1023 cd/m²

708:1

7/10

101,10 cd/m²

0,1417 cd/m²

714:1

8/10

142,81 cd/m²

0,1996 cd/m²

715:1

9/10

196,80 cd/m²

0,2703 cd/m²

728:1

10/10

274,24 cd/m²

0.3762 cd/m²

729:1

 

Der Kontrast hingegen ist mit 729:1 bei maximaler Helligkeit als gut zu bezeichnen, auch wenn es inzwischen Notebooks und Tablets mit deutlich höherem Kontrast gibt.

 

Mit einer Ausleuchtung von nur 79% ist die Helligkeitsverteilung des Displays zwar recht ungleichmäßig, mit bloßem Auge ist davon allerdings nichts zu sehen.

267,91

274,82

293,38

257,72

277,98

281,66

231,96

277,01

269,13

 

Der sRGB-Farbraum wird meinen Messungen mit einem Spyder4Pro zufolge zu etwa 69% abgedeckt:

B125HAN02_2 vs. sRGB.png

 

Die Abdeckung des größeren Adobe RGB-Farbraums liegt sogar nur bei etwa 50%:

B125HAN02_2 vs. Adobe RGB.png

Wer das Yoga 900S in der Variante mit Full HD-Display für Bildbearbeitung einsetzen will, muss also leider zwingend zu einem externen Monitor greifen. Den Unterschied zwischen dem Display des Yoga 900S und einem Display mit 90 bis 100% sRGB-Abdeckung merkt man aber keineswegs nur bei Bild- oder Videobearbeitung, denn auch im Web, bei Filmen oder Spielen ist der Unterschied spürbar. Hinzu kommt, dass auch die Abdeckung der verschiedenen Farbräume ein Qualitätskriterium eines Displays ist. Gerade in der Preisklasse des Yoga 900S erwarte ich auch in diesem Bereich vernünftige Qualität.

 

Insgesamt ist das Display bestenfalls als mittelmäßig zu bezeichnen und für ein Gerät wie das Yoga 900S absolut unangemessen. Schade, dass Lenovo ausgerechnet bei einer der wichtigsten Benutzerschnittstellen derart patzt.

Es bleibt abzuwarten, ob das optional erhältliche 2560x1440-Display besser abschneidet.

 

Leistung

Wie oben bereits erwähnt, ist mein Yoga 900S mit einem passiv gekühlten Core m7-6Y75 in Verbindung mit 8 GB RAM und einer 512 GB-NVMe-SSD ausgestattet. Die Leistung hat mich wirklich positiv überrascht und ist für den Alltagsbetrieb mehr als ausreichend. Selbst in Anwendungen wie Photoshop oder Lightroom mit rechenintensiveren Workflows war die Performance überraschend gut. Sehr schade finde ich es jedoch, dass das Yoga 900S nicht in einer Variante mit 16 GB RAM erhältlich sind, denn für einige Einsatzszenarien können 8 GB RAM leider sehr knapp werden.

Bislang bin ich noch nicht dazu gekommen, die Spieleperformance zu testen, werde aber in den kommenden Tagen meine kleine Spielesammlung ausgraben und die Leistungsfähigkeit der HD Graphics 515 genauer unter die Lupe nehmen. Zusätzlich werde ich noch einige Vergleichstests und Benchmarks durchführen und mir das Verhalten unter länger anhaltender Last und bei gleichzeitiger Belastung von CPU und GPU - Stichwort "Throttling" - genauer ansehen.

 

Akkulaufzeit

In den vergangenen zwei Wochen habe ich das Yoga 900S für verschiedene Dinge wie beispielsweise Musik- und Videowiedergabe, Bildbearbeitung, Textverarbeitung, Surfen oder das Erstellen von Vorlesungsmitschrieben mit OneNote genutzt. Dabei habe ich eine durchschnittliche Akkulaufzeit von 7 Stunden und 45 Minuten erreicht. Aus meiner Sicht ist das ein recht guter Wert, auch wenn er von den von Lenovo versprochenen "bis zu 10,5 Stunden", die bei deaktivierten Funkmodulen und 200 cd/m² Helligkeit bei einem Gerät mit 2560x1440-Display gemessen wurden, ein gutes Stück entfernt ist. Auch lange Vorlesungstage habe ich damit problemlos überstanden.

 

Vorläufiges Fazit

An sich gefällt mir das Yoga 900S wirklich gut. Das hochwertige Gehäuse in Verbindung mit der geringen Dicke, dem geringen Gewicht und dem wunderschönen Watchband-Scharnier macht es zu einem optisch sehr attraktiven Convertible. Die Leistung hat mich positiv überrascht und auch die Anschlussausstattung, das Touchpad und die Akkulaufzeit gefallen mir gut. Die Unterstützung von Wacom AES-basierten Stiften ist ein nettes Extra und gerade für OneNote-Poweruser sehr praktisch. 

Leider patzt Lenovo ausgerechnet bei den zwei wichtigsten Benutzerschnittstellen, der Tastatur und dem Display. Während man sich an die Tastatur eventuell noch gewöhnen mag, ist das mittelmäßige Display in dieser Preisklasse und im Vergleich zur Konkurrenz nicht akzeptabel. Erschwerend zur mittelmäßigen Helligkeit und der schlechten Farbraumabdeckung kommt das für ein Convertible eher ungeeignete Seitenverhältnis hinzu.

Hinzu kommt, dass ich mir bei einem ultramobilen Begleiter wie dem Yoga 900S ein LTE-Modul gewünscht hätte, um nicht auf Notlösungen wie Tethering zurückgreifen zu müssen und dass ich mir eine Ausstattungsvariante mit 16 GB RAM gewünscht hätte. Mein 2010 hergestelltes ThinkPad X200 Tablet istbereits mit 8 GB RAM ausgestattet, dass das Yoga 900S sechs Jahre später ebenfalls mit maximal 8 GB RAM erhältlich ist, ist nicht gerade das, was ich als Fortschritt oder Innovation bezeichnen würde...

 

In den kommenden Wochen werde ich noch weitere Erfahrungen mit dem Yoga 900S sammeln, mir Komponenten wie die Lautsprecher, die Webcam oder die Funkmodule näher ansehen oder den Wacom Active ES-basierten Stift ausgiebiger testen. Einige Bilder werde ich ebenfalls noch aufnehmen, dazu hat mir bislang das passende Licht gefehlt ;)

 

Falls ihr Fragen, Verbesserungs- und Korrekturvorschläge oder Punkte, auf die ich bei meinem weiteren Test noch eingehen soll, habt: immer her damit!

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Betreff: Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-02-19, 16:50 PM

Hallo fb1996,

 

sehr schöne Zusammenfassung, war gleich optisch von dem Gerät begeistert, auch von dem Watchband-Scharnier :smileywink: Welche Spiele wirst Du für die Performance-Tests verwenden?

 

Freundliche Grüße,

Juraj
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Betreff: Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-02-20, 14:45 PM

Hallo Juraj,

 

danke :) Ja, optisch ist das Gerät wirklich ein Hingucker.

 

Geplant sind Tests mit folgenden Spielen:

  • Anno 2070
  • Battlefield 2
  • Battlefield 3
  • Battlefield 4
  • Mafia 2
  • Metro 2033
  • Quantum of Solace
  • H.A.W.X.

Eventuell kann ich auch noch weitere Spiele auftreiben.

 

Grüße

 

Felix

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Betreff: Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-02-20, 15:46 PM

Hallo Felix,

 

vielen Dank, da bin ich mal gespannt :smileywink: Würde mich interessieren wie BF4 laufen wird. Übrigens, gute Auswahl :smileywink:

 

Gruß,

Juraj
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Betreff: Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-02-27, 18:41 PM

Hallo Yoga-Freunde !

 

Danke für den Erfahrungsbericht. Er ist sehr interessant und detailreich.

Unser vorgestern bestelltes YOGA 900 13,3" in Champagne-Gold sollte in 1 Woche eintreffen.

 

Es gibt offenbar schon ein paar Unterschiede zum 900S Modell. Was da z.B. sind:

 

I7 Prozesser der aktuellen 6-er Generation

Das ISP-Display  mit 3.200x1.800 Pixel

 

Es gibt kein Gerät auf dem Markt, das eine 100% Lösung darstellt. Wenn man Prioritäten setzt, kristallisiert sich nach einiger Recherche-Zeit ein Gerät heraus, das den persönlich-wichtigsten Bedürfnissen bestmöglich Rechnung trägt.

 

Nach der Bestellung kann dann daher nur gehofft werden, dass das Teil kein Montags-Tool ist und dass es den eigenen Erwartungen in Wirklichkeit gerecht wird. Denn bei einem Modell, das so brandneu ist, sind Überraschungen möglich.

 

Meine Gattin  und ich sind jedoch in überaus positiver Vorfreude und denken, dass unsere Bauchgefühl-Entscheidung für dieses Lenovo Book die richtige gewesen ist.

 

Was ich bei dieser Gelegenheit noch fragen will > mit welcher Software geht ihr das Thema Internet Security bei so einem Lenovo-Book an ? Bei 8 GB RAM sollte die Belegung von 2 GB durch ein Security-Tool keine Rolle spielen und auf dem SSD-Speicher "liegen" nur ca. 480 MB. Diese Zahlen gelten für das 2016-Kaspersky. Dieses Programm und ein andere SW sind in meine Endauswahl gekommen. 

 

Danke fürs Lesen und ich wünsche eine schöne Zeit mit euren bereits vorhandenen Lenovo-Arbeitsgeräten.

Beste Grüße vom Rudolf

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Betreff: Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-02-27, 23:58 PM

Hallo Rudolf,

 

Kaspersky Internet Security liegt als ziemlich einziges Programm in den letzten Jahren regelmäßig bei Tests in der Spitzengruppe - insbesondere auch bei den renommierten AV Comparatives, Innsbruck, und AV-Test, Magdeburg. Die Systemlast ist im Vergleich zur Konkurrenz gering. Selbst der Windows-eigene Defender bremst das Sytem stärker aus. Niemals belegt KIS 2016 auch nur ansatzweise die von dir angegebenen 2 GB RAM.

 

Probiere es doch einfach mal aus, indem du die kostenlose Testversion (30 Tage) installierst.

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Betreff: Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-02-28, 6:01 AM

@Blotha > Sevus und einen guten Tag !

 

Es freut mich, wenn meine Auswahl Kaspersky 2016 auch bei dir Zustimmung findet.

 

Ich streue Asche auf mein Haupt, weil ich leider die Systemvoraussetzungen mit der wirklichen Beanspruchung durch KIS-2016 verwechselt habe. Du hast natürlich recht mit deiner Aussage, dass KIS-2016 maximal Ressourcenschonend im Hintergrund arbeitet.

 

Ich werde kommende Woche KIS-2016 als 3-Geräte Version kaufen, da für unsere beiden anderen Rechner in 3 Wochen auch eine neue 1-Jahres Lizenz fällig ist. Übrigens, die 2.te Wahl wäre BitDefender gewesen.

 

Einen angenehmen Sonntag wünscht dir Rudolf

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Betreff: Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-04-01, 11:07 AM

Ich findes immer erstaunlich wie lange es von der Ankündigung eines Gerätes bis zum tatsächlichen Verkauf dauert. Wäre das 900S, wie angekündigt, im März auf den Markt gekommen, hätte ich wahrscheinlich sofort zugeschlagen. Mittlerweile hört man jedoch schon von Terminen bis Ende Juni !!! Wenn ich bei einem begehrten Produkt ein halbes Jahr lang zur Verfügbarkeit "in Küze" schreibe, verkraule ich mir Kunden. Sorry, da warte ich dann schon lieber auf die neue Generation Geräte Ende des Jahres...

 

Bei den Amis wird das 900S übrigens mit 13,3 Zoll beworben :-)

 

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Betreff: Zwei Wochen mit dem Yoga 900S: eine Zwischenbilanz

2016-05-02, 17:51 PM

Mittlerweile ist das Yoga 900S auf http://shop.lenovo.com/de/de/laptops/yoga/900-series/yoga-900s/ verfügbar und wird laut Lenovo innerhalb von 2-3 Werktagen versandt.

 

Den versprochenen zweiten Teil meines Testberichts kann ich leider frühestens im Juli nachliefern, da ich momentan meine Bachelorarbeit schreibe und diese natürlich Vorrang hat.

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